Unterschied gesättigte und ungesättigte Fettsäuren einfach erklärt:
Warum Fett nicht gleich Fett ist und wie gute Fette die Gesundheit fördern.

Unterschied gesättigte und ungesättigte Fettsäuren einfach erklärt

Schlechte Vorurteile über Fett längst widerlegt!

50 jahrelang waren Fette in der Ernährung verschrien - sie galten als Dickmacher und als angebliche Ursache für viele Krankheiten.

Heute weiß man: Fette sind für die Gesundheit lebensnotwendig und können sogar helfen, das Gewicht zu reduzieren. Fette sind nicht gleich Fette: Fette unterscheiden sich erheblich voneinander.

In diesem Artikel möchten wir mit dem Vorurteil aufräumen, dass Fette nicht gut für den Körper sind. Was ist denn jetzt eigentlich besser? Pflanzliche Fette sind gut, tierische Fette nicht? Und wie war das gleich mit den ungesättigten Fettsäuren – und den gesättigten Fettsäuren?

Welche unterschiedlichen Fette es gibt und wie wir ihre Wirkung nutzen können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Unterschied gesättigte und ungesättigte Fettsäuren einfach erklärt

Seit Jahrtausenden auf unserem Speiseplan: Planzliche Fette und tierische Fette

Olivenöl, Leinsamenöl, Rapsöl oder Walnussöl sind pflanzliche Fette und werden gewonnen, indem Saaten, Kerne und Nüsse gepresst werden. Neben den pflanzlichen Fetten gibt es tierische Fette wie Schweineschmalz, Butter und Rindertalg.

All diese pflanzlichen und tierischen Fette und Öle sind keine Erfindung der Neuzeit, sondern stehen schon seit Jahrtausenden auf dem menschlichen Speiseplan – und wir nutzen sie nahezu jeden Tag in der Küche.

Kein Wunder: Die Fette liefern dem Körper Energie und machen uns Menschen leistungsfähig. Fette wirken als Geschmacksträger und bringen das natürliche Aroma von Speisen heraus. Fette sind unverzichtbar zum Aufnehmen der fettlöslichen Vitamine, die nur in Verbindung mit Fett aus der Nahrung verwertet werden können. Fette fördern somit auch das Wohlbefinden.

Fett ist schlecht und Zucker ist gut?

In den 60er Jahren wurde vom Ernährungs-Wissenschaftler Ancel Keys 1961 verkündet, dass Fette schlecht für die Gesundheit wären und Übergewicht verursachen. 50 Jahre war Fett der Prügelknabe der Nation. Hintergrund war die "Seven Countries Study", die er veröffentlicht hatte.

Dabei saß der Herr Ancel Keys vermutlich in seinem stillen Kämmerlein und hat darüber nachgedacht, ob man wohl durch die Ernährung krank werden kann. Er schaute sich ganz viele Studien an und dann fand er heraus, dass es Länder gibt, wo sehr viel Fett gegessen wird und die Menschen Krankheiten wie Herzinfarkt usw. bekamen und gestorben sind.

Er hat aber auch Länder gefunden, wo sehr fettreich gegessen wurde und die eine deutlich höhere Lebenserwartung hatten als, die, die weniger Fett gegessen haben.

Es war also kein klares Ergebnis, sondern eher pari. Solch ein blödes Ergebnis konnte er natürlich nicht publizieren. Das Ergebnis sollte ja eine Story sein und zu einem eindeutigen Ergebnis kommen. Und dann hat er sich für den Weg entschieden zu publizieren und die Studien als Grundlage zu nehmen, wo die Fettesser krank wurden und eben nicht länger lebten, wie in den anderen Studien.

So publizierte er die 7 Länder Studie (Seven Countries Study) und da er ein bekannter Wissenschaftler war, ist diese Studie in die Wissenschaft eingegangen und wurde von der Industrie natürlich begeistert aufgenommen. Die Zuckerindustrie hat ihn kräftig gesponsert, weil dieses Ergebnis natürlich perfekt für sie war. Und seit der Zeit heißt es: Zucker ist super und Fett ist schlecht. Und dieser fatale Irrglaube hat sich 50 Jahre lang gehalten. So lange, bis die Wahrheit nicht mehr verheimlicht werden konnte und rauskam.

Heute weiß man, dass niemand von Fett fett und krank wird, sondern vom Zucker und von den Kohlenhydraten!

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren haben eine gesundheitsfördernde Wirkung. Die Aufnahme von Fetten über die Nahrung wird deshalb heute als essentiell für unsere Gesundheit angesehen.

Es kommt allerdings sehr stark darauf an, welches Öl oder Fett wir zu uns nehmen. So ist beispielsweise das allseits beliebte und sehr billige Sonnenblumenöl Gift für unseren Körper, weil es 311-mal so viel Omega-6 wie Omega-3 enthält. Omega-6 ist der natürliche Gegenspieler von Omega-3. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Omega-3/Omega-6 im Körper ist von hoher Bedeutung für die Gesundheit!

Omega-6 sorgt für eine Gefäßverengung, zur Verstärkung der Blutgerinnung und wirkt entzündungsfördernd.

Omega-3 hingegen bewirkt eine Gefäßerweiterung, eine Senkung der Blutgerinnung und wirkt entzündungshemmend.

Der Unterschied gesättigte und ungesättigte Fettsäuren einfach erklärt:

Während wir beim Kochen und Backen vor allen Dingen erfahren, wie ein Fett oder Öl schmeckt, befassen sich Ernährungswissenschaftler und Chemiker mit dem unterschiedlichen chemischen Aufbau der Fette – und wie es auf den menschlichen Körper wirkt. Dabei zeigt sich: Fette haben einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit, je nachdem, welches Fett wir für unsere Nahrung verwenden.

Fette werden unterschieden in:

  • gesättigte Fette,
  • einfach ungesättigte Fette und
  • mehrfach ungesättigte Fette.

Aber wir wollen Sie jetzt nicht mit komplizierten Formeln langweilen, sondern erklären einfach, was diese Fette für Ihre Ernährung bedeuten:

Gesättigte Fettsäuren

gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fette sind u.a. enthalten in tierischen Produkten wie: Fleisch, Wurst, Wurstwaren, Butter und Käse.

Aber auch feste Pflanzenfette enthalten gesättigte Fettsäuren. Zu den festen Pflanzenfetten gehört Kokosfett, das sich auch prima zum Braten eignet. Gesättigte Fettsäuren sollten wir lediglich in Maßen zu uns nehmen, da sie sich ungünstig auf das Gesamtcholesterin auswirken können. Gesättigte Fette senken das gute HDL und erhöhen das schlechte LDL Cholesterin und erhöhen somit das Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen.

Einfach ungesättigte Fettsäuren: Omega-9 Ölsäure

Einfach ungesättigte Fettsäuren Omega-9 Ölsäure

Omega-9-Fettsäure ist enthalten in Olivenöl, Rapsöl, Nüssen oder Avocados.

Die Omega-9-Fettsäure ist eine einfach ungesättigte Fettsäure. Ihren Namen Omega-9 Fettsäure hat sie dadurch, weil ihre Doppelbindung am neunten Kohlenstoffatom liegt. Omega-9-Fettsäuren können auch vom menschlichen Körper selbst hergestellt werden und sind damit nicht essenziell und müssen nicht mit der Nahrung aufgenommen werden.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Omega-3 und Omega-6

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren Omega-3 und Omega-6

Mehrfach ungesättigte Fette sind enthalten in: Leinsamen, Hanföl, Chiasamen oder Rapsöl.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren und wir müssen sie mit der Nahrung aufnehmen! Besonders wichtig sind Omega-3 Fettsäuren (EPA und DHA), aber auch die Omega-6 Fettsäuren. Sie sorgen dafür, dass viele Prozesse im Körper optimal ablaufen.

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beeinflussen u.a. die Menge an LDL- und HDL-Cholesterin in unserem Körper. Während gesättigte Fettsäuren für einen Anstieg des Cholesterins verantwortlich sind, haben einfach ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren einen gesundheitsfördernden Effekt: Sie senken das LDL-Cholesterin und sorgen für eine Erhöhung des guten HDL-Cholesterins.

Was sind HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin?

Cholesterin ist nicht in Blut oder Wasser löslich. Damit es über die Blutgefäße transportiert werden kann, wird es in unserer Leber zusammen mit Proteinen und anderen Stoffen in kleine Pakete "verpackt" - die sogenannten Lipoproteine. Diese Lipoproteine werden über das Blut überallhin im Körper transportiert.

Bei den Lipoproteinen gibt es zwei Arten, die sich in ihrer Dichte unterscheiden:

  • HDL-Cholesterin und
  • LDL-Cholesterin

Aber wir wollen Sie auch hier jetzt nicht mit komplizierten Formeln langweilen, sondern erklären einfach, was das jeweilige Cholesterin für Ihre Gesundheit bedeutet:

HDL-Cholesterin

HDL-Cholesterin

HDL ist die Abkürzung für High-Density-Lipoprotein (Lipoprotein mit hoher Dichte). Es transportiert Cholesterin zurück zur Leber. HDL wird oft als „gutes“ Cholesterin bezeichnet.

Ein höherer HDL-Wert senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

LDL-Cholesterin

LDL-Cholesterin

LDL ist die Abkürzung von Low-Density-Lipoprotein (Lipoprotein mit niedriger Dichte). LDL transportiert Cholesterin aus der Leber in den Körper. Es wird oft als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet.

Hohe LDL-Cholesterin-Werte zeigen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose an.

Zusammenfassung: Auswirkung von Fettsäuren auf Cholesterin im Körper

In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie auf einen Blick die Zusammenfassung dessen, was mit Cholesterin passiert, wenn Sie bestimmte Fettsäuren zu sich nehmen:

Tabelle Fettsäuren

Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Öle und Fette zu essen, die reich an Omega-3 sind und möglichst wenig Omega-6 enthalten. Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 sollte optimalerweise 1:1 enthalten. Doch auch ein Verhältnis von 1:2,5 wäre noch aus medizinischer Sicht passend.

Leider liegt in der heutigen Zeit der Durchschnitts-Spiegel von Omega-6 zu Omega-3 bei ca. 15:1 und ist bei Kindern und älteren Menschen oftmals 25:1 oder noch höher.

Ein zu hoher Omega-6 Spiegel bzw. ein schlechtes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 kann zu schweren Erkrankungen führen, daher sollte der Omega-Spiegel gemessen und regelmäßig kontrolliert werden.

Über 90% der Bevölkerung hat einen zu niedrigen Omega-3-Spiegel. Omega-3 ist lebenswichtig und sorgt u.a. für ein starkes Immunsystem. Wenn Sie einmal grob wissen wollen, wie schlecht Ihr Omega-Spiegel vermutlich ist, dann machen Sie doch auf unserer Seite den kostenlosen OMEGA-3-SELBSTTEST! Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken!

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